+ Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:
1 Ich bin der wahre Weinstock, und mein Vater ist der Winzer.
2 Jede Rebe an mir, die keine Frucht bringt, schneidet er ab, und jede Rebe, die Frucht bringt, reinigt er, damit sie mehr Frucht bringt.
3 Ihr seid schon rein durch das Wort, das ich zu euch gesagt habe.
4 Bleibt in mir, dann bleibe ich in euch. Wie die Rebe aus sich keine Frucht bringen kann, sondern nur, wenn sie am Weinstock bleibt, so könnt auch ihr keine Frucht bringen, wenn ihr nicht in mir bleibt.
5 Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe, der bringt reiche Frucht; denn getrennt von mir könnt ihr nichts vollbringen.
6 Wer nicht in mir bleibt, wird wie die Rebe weggeworfen, und er verdorrt. Man sammelt die Reben, wirft sie ins Feuer, und sie verbrennen.
7 Wenn ihr in mir bleibt und wenn meine Worte in euch bleiben, dann bittet um alles, was ihr wollt: Ihr werdet es erhalten.
8 Mein Vater wird dadurch verherrlicht, dass ihr reiche Frucht bringt und meine Jünger werdet.
Man versammelte sich um ein Boot mit einem Segel, das die Symbole der einzelnen Religionen trug. Es erinnerte daran, dass wir alle in einem Boot sitzen.
Evangelische, katholische, koptische und armenische Christen, Muslime und ein Vertreter der Sikh-Religion brachten Beiträge. In ihren Gesängen und Texten kam die Sehnsucht nach Frieden und die Verantwortung zu einem guten Zusammenleben zum Ausdruck. So wurde im Gesang zum Friedensgruß aus der armenischen Liturgie ostkirchliche Spiritualität erlebbar. Der muslimische Vertreter erinnerte daran, dass „jeder Moslem seinen Beitrag für das Wohl aller Menschen auf einem stabilen und friedlichen Schiff leisten“ muss. Und ein Gebet von Papst Franziskus lenkte den Blick auf die „Verlassenen und Vergessenen dieser Erde“ und die Verbundenheit mit allen Geschöpfen. Bei Tee und Kuchen klang der Abend aus. Ein besonderer Dank gilt der Feuerwehr Schärding, die die Zille zur Verfügung gestallt hat.


